All you can read

 

 

 

70.000 und die Vorfreude auf 2028

Tennis: BMW Open im MTTC Iphitos Zugpferd für noch mehr Nachwuchs

Die BMW Open waren im 39. Jahr als Titelsponsor nicht nur für den Münchner Autohersteller die beste Werbung, sondern auch für das deutsche Tennis – weltweit. Daran änderte auch die Halbfinalniederlage von Titelverteidiger und Favorit Alexander Zverev nichts. Der deutsche Tennis-Hero ging am Tag danach zur Ablenkung und Frustbekämpfung zum Golfen in den GC Eichenried. Auch eine BMW-Hochburg… Ein Fazit mit einigen Fragezeichen:

Zunächst überraschte am Finaltag Deutschland-Chef Tim Beltermann bei seinem ersten Tennis-Auftritt mit der Bestätigung, dass „BMW komplett aus dem Wintersport, also auch aus Biathlon und Bob, aussteigt“, weil die BMW-Kernsportarten Tennis und Golf für die sportlichen und gleichzeitig energiebewussten Bayerischen Motoren Werke nun mal mehr Dynamik für die Zuschauer brächten. Sein Beispiel für die nachhaltige Sponsor-Ehe war verblüffend: „Wir haben allein bei den diesjährigen BMW Open mit unserer elektrisch betriebenen Flotte der Partnerschaftsautos nicht weniger als 65.000 km zurückgelegt …!“ Die Spieler und ihre Entourage liebten es… kein Wunder!

Tim Beltermann lobte auch das Format „Future Kids“, bei dem jedes Ass der Profis eine Tennistrainerstunde für Kids ermöglicht, deren Familien sich den Sport nicht leisten können. Im gesamten Turnier kamen 300 Asse zusammen. Chapeau!

Ein Ergebnis des sozialen Engagements von BMW: Zum diesjährigen Turnier erschienen so viele Kids wie nie. Was sehr viel mit den Zugpferden Zverev, Tsitsipas, dem diesjährigen Sieger Ben Shelton, Francisco Cerúndolo & Co. zu tun hatte. Pressechef Achim Fessler vom Bayerischen Verband: „Allein in Bayern hat Tennis einen Zuwachs von über 10.000 Mitgliedern, darunter sehr viele Kinder!“ Die alle den Stars nacheifern.

Turnierchef Patrik Kühnen, von den Tennisprofis weltweit ob seiner Kompetenz und Nettigkeit geachtet: „Wir stehen auch schon seit Jahren sehr harmonisch mit der Nr. 1, Jannik Sinner, und seinen Beratern in Verbindung. Dieses Jahr lag sein Fokus jedoch auf den Siegen beim Sunshine-Cup in Indian Wells und Miami.“ Hat ja mit zwei Siegen auch gut für Sinner geklappt.

Vielleicht klappt’s mit dem Branchenprimus 2028, wenn laut Iphitos-Präsident Dr. Fabian Tross das neue Stadion eröffnet wird. „Die Baupläne verlaufen zufriedenstellend. Derzeit platzt unsere Anlage allerdings aus allen Nähten, weil der ATP-Compound für ein Turnier der 500er-Kategorie immer mehr Platz beansprucht und sogar das Pressezentrum zum Nachbarn Max-Planck-Institut verlagert werden musste.“

Das lächelndste Gesicht zum Turnierfazit 2026 bot Christian Okon vom Veranstalter MMP, das einst vom aktuellen Olympia-Bewerber Michael Mronz (jetzt IOC-Mitglied) gegründet wurde: „Wir hatten ein gutes Turnier mit 70.000 Zuschauern und vielen ausverkauften Tagen. Die Verlagerung des Turniers auf die Woche nach den Osterferien hat sich bewährt. Ebenso die Aufwertung des früheren Centre Courts mit mehr Action, Musik und Kameras. Das brachte eine einmalige Stimmung!“

Kein Wunder, dass Christian Okon und MMP die Fühler schon nach weiteren Highlights für München ausstrecken: ein Padel-Event am Münchner Flughafen, der nicht nur mit einem erweiterten Terminal 1, sondern auch mit neuen Image-Aktionen aufwartet. Zudem kommt ein weiteres Tennis-Challenger-Turnier mit Hauptfeld-Garantie bei den BMW Open für den Sieger.

Tennis ist toll – sagten die Filzkugel-Verantwortlichen schon während und nach der Becker-Graf-Ära Ende des letzten Jahrhunderts. Dann wurden bis heute eklatante Verbandsfehler gemacht – bis die Veranstalter das Zepter selbst in die Hand nahmen. Jetzt heißt es: Tennis ist wieder toll!

Was nicht nur für den Nachwuchs gilt: Allein in München erfreuen sich immer mehr Senioren an ihrem Lifetime-Sport. Manche Clubs meldeten sogar Ü-75-Mannschaften…

Bayerischer Doppelsieg bei den BMW Open

Sie haben es tatsächlich geschafft – von der Qualifikation zum Titel: Das bayerisch-münchnerische Doppel Jakob Schnaitter und Mark Wallner erfüllte sich den Traum vom bayerischen Doppelsieg bei den BMW Open: Der 30-Jährige aus Wasserburg am Inn und der 26-Jährige aus München gewannen mit 6:4, 6:7 (4), 12:10 im Match-Tiebreak gegen die französische Paarung Arribagé / Olivetti. Am Ende hatten Schnaitter / Wallner die besseren Nerven – und vor allem die Unterstützung des heimischen Publikums, das die Lokalmatadoren mit „SchaiWall“-Rufen lautstark anfeuerten. Im dritten Finale auf der ATP-Tour feiern die beiden nun ihren ersten großen Sieg – und dann gleich bei einem 500er-Turnier „dahoam“. „Vor 20 Jahren sind wir als Kinder mit unseren Eltern hierhergekommen, jetzt nehmen wir den Titel mit nach Hause – das ist verrückt, und genauso machen wir weiter“, sagte Jakob Schnaitter bei der Siegerehrung.

www.bmwopen.de

 

Zurück



Zur Übersicht