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Golf vom Feinsten…

…auch in der 2.Liga

Premiere der Big Green Egg German Challenge by VcG im GC Wittelsbach ein voller Erfolg

Über 160 internationale Spieler, darunter (fast) die gesamte deutsche Elite, eine traumhafte Location im Wittelsbacher  Golfclub und eine 1a-Organisation, die für die nächsten zwei Jahre hoffen lässt: Bis 2023 besteht nämlich der Vertrag der wieder eingeführten German Challenge für (Nachwuchs-)Golfer und solche, die in Europa den Unterbau der Top-Profis bilden. Sechs Jahre lang hatte es keinen „Challenger“ mehr gegeben…ein Joint Venture des Deutschen Golfverbandes (DGV), der Deutschen Golfsport GmbH (DGS), der deutschen Profivereinigung PGA of Germany und der Vereinigung der clubfreien Golfer (VcG). Wie wichtig diese Serie ist, untermauerte die Teilnahme des Neo-Profis Matthias Schmid,23, der seine Wurzeln und -Ausbildung im DGV nicht vergessen hat und der Star unter 29 (!) Deutschen war, die im schmucken Golf-Park von Wittelsbach abschlugen. Nach einem bombastischen Start und Platzrekord am 1.Tag beendete er das Turnier noch als Neunter. Bester Deutscher wurde sein Namensvetter Max Schmitt als Vierter.

Ein Spanier feierte einen emotionalen Sieg

Es war eine in vielerlei Hinsicht stimmungsvolle Rückkehr nach Deutschland.  Die German Challenge endete mit einem emotionalen spanischen Sieg durch den kleinen, sehr lustigen Spanier Angel Hildalgo, guten deutschen Top-Resultaten und vielen glücklichen Gesichtern in Wittelsbach. Besonders bei Max Schmitt, Matti Schmid und Thomas Rosenmüller, die unter den besten Zehn landeten. Aber natürlich auch beim verdienten Sieger (viermal 68 Schläge) – Hidalgo feierte seinen ersten großen Erfolg und noch nach dem letzten Putt mit einem Kuss auf dem 18. Grün... während der etwas enttäuscht Doppel-Amateur-Europameister Matthias Schmid den vielen wartenden Kindern geduldig Autogramme und Tipps gab... menschlich ist der  schlacksige Neo-Profi ohnehin eine Größe!

TOP Magazin begleitete den Herzogenauracher die Turniertage: Der lange, fast stoisch ruhige Franke, der als Hobby Spaß beim Armdrücken hat und schon mal brav an der Seite seiner hübschen Freundin Nora im Golfpark München-Aschheim „mitgeht“, hat bei den Großen große Freude, mitzumischen: „Ich habe mein US-Studium in Financial Business abgeschlossen, damit eine Berufsbasis, bin aber ganz heiß auf die großen Turniere.“ Selbst sein Vorbild, Branchenkrösus Tiger Woods, lobte den German, der „so total fokussiert“ sei. So spielte er  in Wittelsbach auch, besonders am ersten Tag: Nicht einmal seine Club-Fans vom GC Herzogenaurach kamen da vor dem ersten Abschlag an ihn ran. Matthias Schmid: “Da gehen mir andere Dinge durch den Kopf: Wie ist die Bahn, wo stehen Bäume, welchen Schläger nehme ich vorzugsweise und gibt’s Wind oder nicht…“ „Konzentration“, so DGV-Sportdirektor Neumann, „war schon als Jugendlicher seine Stärke. Matthias hat eine ausgesprochen gute Mental Mentality. Die braucht er auch bei den Top-Turnieren…er wird dort seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher!“  Schon an Tag 1 bei der Wiederauflage der German Challenge bewies er es: Schmid „zerlegte“ den Platz mit einer 63- vier Schläge unter dem bisherigen Rekord! Da staunte nicht nur GC-Geschäftsführer Korbinian Kofler, der über die gelungene Premiere mehr als happy war: „Unser Ziel im Club war, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen und im besten Fall zu überraschen.“ Ist ihm und den über 120 Helfern gelungen – der erfahrene Golf-Manager, der bekanntlich zehn Jahre lang in Eichenried die BMW Open organisierte, bekam nach der Siegerehrung der fünf(!) Golf-Präsidenten aus den verschiedenen Verbänden und Organisationen Standing Ovations. Rainer Goldrian, Chef der PGA of Germany: „Wittelsbach ist für die Challenge ein Glückstreffer!“ Auch die DGV-Führung um Claus Kobold und  Achim Battermann war begeistert…Kobold zu Top Magazin: „Das Turnier gehört auch weiterhin nach Wittelsbach. Die Voraussetzungen hier sind einmalig – und  Korbinian Kofler hat seine Erfahrung mit einem top Job bewiesen.“

Wie wichtig die Turniere unterhalb der European Tour sind unterstreicht DGV-Sportdirektor Marcus Neumann: “Seit den Anfängen 1990 hat die Challenge Tour zahlreiche spätere Champions geboren. Davor hieß der sogenannte Zubringer zur European Tour noch Satellite Tour, die Preisgelder waren im Vergleich zu den 200000 Euro dieses Mal in Wittelsbach sehr gering, der Cut lag  noch um vier Schläge höher, aber die Leistungen waren schon vergleichsweise herausragend. Neben Talent ist vor allem die Wettkampferfahrung mit geregelten Turnieren wichtig, um mal die Ebene der European Tour zu erreichen.“

Auch der spätere Weltranglistenerste Martin Kaymer spielte sich hier (wenn auch nur kurz…weil er direkt „aufstieg“) hoch – seine 59er Runde bei der Habsberger Classic im August 2006 ist bis heute legendär…und unübertroffen. 

P.S.: Kleiner Tip an die Veranstalter: Noch (viel) mehr Golf-Unternehmen dazu ermuntern, künftig mitzumachen. Die „Zeltstadt“ war nur ein Dörfchen…und trotz aller Ehren um einen neuen Sponsor, der bis dato noch nie mit Golf zu tun hatte: ein Turniertitel aus acht (!) Wörtern (Big Green German Challenge powered by VcG) ist noch nicht der Weisheit letzter Schluß. Die armen Pressechefs Tim Starke und Frieder Pfeiffer, die das Namensmonster täglich zig mal ‚transportieren‘ mußten…aber trotz der „Golf-Flaute“ bei den bayrischen und deutschen Zeitungen einen “einstelligen Job machten.

Conny Konzack